Museen: Arten, Beispiele und Tipps für den Besuch
Ein Museum sammelt, bewahrt, erforscht und zeigt Kulturgüter – von Gemälden über Maschinen bis zu Fossilien. Je nach Schwerpunkt unterscheidet man Kunst-, Geschichts-, Naturkunde-, Technik-, Heimat- und Freilichtmuseen.

Museen finden
Nach Name, Ort oder Postleitzahl suchen, einen Umkreis wählen und nach Art filtern – etwa „Technik“ oder „Dresden“. Daten: OpenStreetMap, Gemeinde amtlich (VG250).
Rollstuhl, Öffnungszeiten und Eintritt: nur Einträge mit dieser Angabe in OpenStreetMap – fehlt sie, heißt das nicht, dass es nicht zutrifft.
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Das Wichtigste in Kürze
- Der Begriff stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Heiligtum der Musen“.
- Nach der Definition des Internationalen Museumsrats ICOM ist ein Museum eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte und öffentlich zugängliche Institution.
- Die wichtigsten Arten: Kunst, Geschichte, Naturkunde, Technik, Heimat- und Regionalgeschichte, Freilicht- und Spezialmuseen.
- Viele Museen bieten Führungen, Familienprogramme und ermäßigte oder freie Eintrittstage.
Erklärgrafik
Museumsbesuch planen
Fünf Schritte – von der Auswahl bis zum Rundgang.
- 1Museum und Ausstellung wählenNach Interesse entscheiden und einen Blick auf laufende Sonderausstellungen werfen.
- 2Öffnungszeiten und Ruhetag prüfenViele Museen haben einen festen Ruhetag, häufig montags – vorab auf der Website des Hauses prüfen.
- 3Ticket und Ermäßigung klärenBei stark besuchten Häusern lohnt sich ein Online-Ticket mit Zeitfenster; Kinder, Studierende und Familien zahlen oft weniger.
- 4Führung oder Audioguide buchenViele Häuser bieten Führungen oder einen Audioguide an – oft mit Details, die man allein übersieht.
- 5Museumstag oder Museumsnacht nutzenRund um den Internationalen Museumstag im Mai öffnen viele Häuser mit besonderem Programm; viele Städte veranstalten zudem eine Museumsnacht.
Welche Arten von Museen gibt es?
| Museumsart | Schwerpunkt | Beispiel |
|---|---|---|
| Kunstmuseum | Gemälde, Skulpturen, Grafik und moderne Kunst | Alte Pinakothek, München |
| Historisches Museum | Geschichte einer Stadt, Region oder eines Landes | Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg |
| Naturkundemuseum | Tiere, Pflanzen, Fossilien und Gesteine | Museum für Naturkunde, Berlin |
| Technikmuseum | Wissenschaft, Technik, Verkehr und Industrie | Deutsches Museum, München |
| Heimat- und Regionalmuseum | Alltag, Handwerk und Bräuche einer Region | in vielen Städten und Gemeinden |
| Freilichtmuseum | Historische Gebäude unter freiem Himmel, oft mit Handwerksvorführungen | LWL-Freilichtmuseum Detmold |
| Spezialmuseum | Ein einzelnes Thema, etwa Spielzeug, Musik, Brot oder Bier | Spielzeugmuseum Nürnberg |
| Gedenkstätte | Erinnerung an historische Ereignisse und Opfer | KZ-Gedenkstätte Dachau |
Was ist ein Museum?
Der Internationale Museumsrat ICOM hat im August 2022 in Prag eine neue Definition verabschiedet. Die offizielle deutsche Fassung lautet:
„Ein Museum ist eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt. Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities. Museen ermöglichen vielfältige Erfahrungen hinsichtlich Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch.“
So haben sich Museen entwickelt
Schon in der Antike gab es Kunstsammlungen. Lange gehörten Sammlungen aber Kirchen und Adel und waren nur einem kleinen Kreis zugänglich. Einen Wandel leitete Basel ein, das im 17. Jahrhundert das Amerbach-Kabinett öffentlich zugänglich machte; Mitte des 18. Jahrhunderts folgte unter anderem das British Museum in London.
Im deutschsprachigen Raum gründeten im 19. Jahrhundert vor allem Bürgerinnen und Bürger öffentliche Museen – häufig Heimatmuseen, die sich der Geschichte ihrer Region widmeten. Heute sind Museen wichtige Kulturstätten und oft selbst Sehenswürdigkeiten.
Museen nach Bundesland
| Bundesland | Anteil | Museen | Kunst- und Kulturzentren |
|---|---|---|---|
| Bayern | 1.264 | 297 | |
| Baden-Württemberg | 1.224 | 234 | |
| Nordrhein-Westfalen | 1.016 | 376 | |
| Niedersachsen | 864 | 225 | |
| Sachsen | 700 | 170 | |
| Hessen | 653 | 123 | |
| Thüringen | 496 | 60 | |
| Rheinland-Pfalz | 489 | 78 | |
| Brandenburg | 400 | 88 | |
| Sachsen-Anhalt | 358 | 57 | |
| Mecklenburg-Vorpommern | 308 | 85 | |
| Schleswig-Holstein | 308 | 82 | |
| Berlin | 239 | 132 | |
| Hamburg | 109 | 51 | |
| Saarland | 84 | 26 | |
| Bremen | 55 | 36 | |
| Deutschland | 8.567 | 2.120 |
Aus der Praxis
Tipps für Ihren Museumsbesuch
Rund um den 18. Mai öffnen viele Museen beim Internationalen Museumstag von ICOM Deutschland mit besonderen Programmen. 2026 fällt der Termin laut ICOM Deutschland auf den 17. Mai, Motto „Museums Uniting a Divided World“.
Viele Museen bleiben an einem festen Wochentag geschlossen, häufig montags. Öffnungszeiten und Ruhetage deshalb vorab auf der Website des Hauses prüfen.
Kinder, Studierende, Familien und manchmal Inhaber einer Gästekarte zahlen oft weniger. Einige Häuser bieten zudem feste freie oder ermäßigte Eintrittstage – auf der Website des Museums nachsehen.
Naturkunde- und Technikmuseen mit Mitmach-Stationen, Freilichtmuseen und Spielzeugmuseen sind besonders familientauglich. Viele Häuser bieten Kinderführungen, Rallyes und Werkstätten.
Viele Städte veranstalten einmal im Jahr eine Museumsnacht mit verlängerten Öffnungszeiten, Sonderprogramm und oft einem gemeinsamen Ticket für mehrere Häuser.
Viele Museen zeigen neben der Dauerausstellung zeitlich begrenzte Sonderausstellungen – ein Blick auf die Website lohnt sich, bevor man die Anreise plant.
Zum Abhaken
Checkliste: Museumsbesuch planen
Zum Abhaken am Bildschirm oder zum Ausdrucken – von der Planung bis zum Besuch mit Kindern.
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Vor Ort
Mit Kindern
Sparen & Ermäßigungen
Häufige Fragen
- Welche Arten von Museen gibt es?
Kunstmuseen, historische Museen, Naturkunde- und Technikmuseen, Heimat- und Regionalmuseen, Freilichtmuseen, Spezialmuseen sowie Gedenkstätten.
- Was ist ein Museum?
Nach ICOM eine nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und öffentlich ausstellt.
- Woher kommt das Wort Museum?
Aus dem Altgriechischen; es bedeutet „Heiligtum der Musen“.
- Was kostet ein Museumsbesuch?
Von kostenlos bis zu einem höheren zweistelligen Betrag; Kinder, Familien und Studierende zahlen oft weniger, manche Museen haben freie Eintrittstage.
- Welche Museen sind familientauglich?
Vor allem Naturkunde-, Technik-, Freilicht- und Spielzeugmuseen mit Mitmach-Bereichen und Kinderführungen.
- Wann ist der Internationale Museumstag 2026?
Am 17. Mai 2026, laut ICOM Deutschland mit dem Motto „Museums Uniting a Divided World“.
- Wo kann man sich über Museen informieren?
Auf den Websites der Museen, bei der Tourist-Information vor Ort und auf den Seiten der Bundesländer.
Auf einen Blick
- Museen in Deutschland erfasst
- 8.567
- Kunst- und Kulturzentren
- 2.157
- Museumsarten
- 7+
- Internationaler Museumstag 2026
- 17. Mai